Dark Folk im Hirsch mit Candice Gordon

Mit Candice Gordon trat am Sonntag, dem 20.Mai eine junge irische Folksängerin mit südafrikanischen Wurzeln im Lindenberger Hirsch auf.

Während sie auch öfters mit ihrer Band „Candy and the Creeps“ auftritt, war sie an diesem Sonntag solo, nur begleitet von ihrer elektrisch verstärkten Gitarre, zu hören.  Die Künstlerin verzauberte das Publikum mit ihrer atmosphärisch warmen Stimme, deren Facetten mühelos zwischen Songs in der Tradition einer Joan Baez sowie punkig powervoll wie bei PJ Harvey wechselten. Ihre Musik wird vorwiegend von klassischen Vorbildern des Blues, Soul und Folk wie Nina Simone oder Screamin Jay Hawkings beeinflusst. Aber sie befindet sich unverkennbar auch in der Nähe  von zeitgenössischen Musikern wie der Engländerin Nina Calvi mit der sie ein Hang zu dunklen, sinisteren Stimmungen verbindet, denen sie mit ihrer ausdrucksstarken Stimme auch einen perfekten Note verlieh.

Candice Gordon erste Single mit dem Titel „I see a demon“ handelt, wie einige andere ihrer Songs von den dunklen Momenten des Lebens, allerdings in einer betörenden Art und Weise. Hierzu stellte sie selbst in aufwändigen Einzelbildern ein Video zusammen, das auf YouTube zu sehen ist.

Mit Interpretationen bekannter Songs, z.B. von Screamin‘ Jay Hawkings Klassiker „I put a Spell on you“ löste bei den anwesenden Zuhörern wahre Begeisterungsstürme aus und so forderte das Publikum am Ende nicht nur eine Zugabe.

Nach dem Auftritt bildete sich ein Kreis interessierter Zuhörer, die die Chance nutzten, den restlichen Abend im angeregten Gespräch mit der sehr sympathischen Künstlerin zu verbringen.

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Extrem grooviger Gig von „Morgen Freimann!“ im Lindenberger Club

Nachdem bereits am Freitag die Dinosaur Truckers auftraten, gab sich am Samstag nach dem Support durch das poetische Duo Klangwut (Sören Geiger / Markus Hackenberg) die Formation „Morgen Freimann!“ im Hirsch die Ehre.
Die fünfköpfige Combo um den Kopf der Band  Emanuel Dreher umfasst eigene Kompositionen mit deutschen Texten, die bravourös zwischen den Stilrichtungen Reggae, Groove, Ska, Punk und deutscher Ballade wechselten und damit die zahlreich im Hirsch erschienenen Fans begeisterten.

Emanuel Dreher (akustische und elektrischen Gitarre sowie Gesang) wird hierbei gekonnt unterstützt von Trompete, Percussion, Schlagzeug und Bassgitarre. Vier der Musiker wohnen derzeit in einer Musiker WG in Weicht, wo sie auch in 2011 ihre erste CD „32 Freiminuten“  produzierten.
In ihrem deutschen Texten üben sie sowohl mit einem Augenzwinkern Kritik an allgemeiner Abstumpfung und Gleichgültigkeit („Immun“),  an der moralischen Rechtfertigung diverser Transferzahlungen im Top-Management („Krötenwanderung“), erzählen aber auch von Abenteuern, die man als Mann beim ersten Flirt erleben kann, wenn man ungeahnt mit einer Transe verabredet ist („Frauen mit Stil“).


Ihre erste CD ist perfekt abgemischt und  macht großen Appetit auf „mehr“,  trotzdem sind „Morgen Freimann!“ bei ihrem Live-Auftritt im Hirsch eine begeisternde Nummer für sich. Man merkt den Jungs einfach an, daß bei Ihnen Spaß an der Musik in Kombination mit künstlerischer Begabung einen Super-Sound entstehen lässt.


Nachdem der charismatische Sänger gegen Ende des Konzertes sogar zwei kleinere Songs in fließendem Chinesisch zum Besten gab (er war Ende 2011 für mehrere Monate als Musiker beim chinesischen Oktoberfest) endete die Session erst gegen ein Uhr im Morgen (der ja zum Glück dann auch für die meisten frei war) nach mehreren Zugaben.

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Dinosaurs in Lindenberg

Speedfolk Dinosaur Truckers und Gitarrenmucke der Stovebench Musicbox als Vorgruppe im Lindenberger Hirsch

Während in einer Ehe die Zahl Sieben mit einer eher schwierigen Phase verbunden wird, war mein siebtes Konzert mit den Dinosaur Truckers – wie immer – alles andere als enttäuschend.
Nachdem zunächst die fünf Musiker aus Weinhausen und Jengen von „Stovebench-Musicbox“ als Vorgruppe mit „akustischer Gitarrenmucke mit dem Mut zur Einfachheit“ anheizten, starteten direkt im Anschluss die vier Jungs der Dinosaur Truckers, die ebenfalls allesamt aus dem Allgäu stammen.


Seit 2006 sind sie mit ihrem als Speed-Folk bzw. Hillibilly oder Bluegrass bezeichneten Stil in Deutschland und darüber hinaus unterwegs, arbeiten derzeit an ihrer dritten CD, deren Songs sie auch im Hirsch vorstellten.
Wer bei solcher Beschreibung  an klischeehafte Truckdriver „Country“ Songs aus der Einheitsstanze denkt, dem helfen die Dinosaur Truckers mit ihrer mitreißenden, kraftvollen, manchmal auch punkigen Folkmusik bereits mit den ersten Takten beim Abbau von Vorurteilen.


Interessanterweise verwenden die Truckers nur Saiteninstrumente wie Gitarre, Banjo, Mandoline, Steel Guitar und Kontrabaß, was aber in Kombination mit der einprägsamen Stimme von Philip „Pistol Pete“ Bradatsch, ergänzt durch die Stimmen Till und Daniel Nissles eine einzigartige Mischung aus handwerklich perfektem, und z.T. verdammt schnell gespieltem Bluegrass und punkigem Folk ergab.

Im gut besuchten Hirsch fand sich infolgedessen trotz dreier Zugaben auf der Tanzfläche auch nur wenig freier Raum, auf dem man sich selber dem treibenden Rhytmus der sympathischen Dinosaurs hingeben konnte.

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Kai-Uwe Kolkhorst – Mitreissende Indie-Pop Performance am 14.April im Lindenberger Hirschen

Lüneburger Minimal-Tonkünstler im Lindenberger Hirschen.

Oft wird Kai-Uwe Kolkhorst als „Getriebener“ bezeichnet, wohl um dem Phänomen Ausdruck zu verleihen, dass er seit 2004 unentwegt als Solo-Künstler unterwegs ist, in dieser Zeit 4 CDs veröffentlicht hat und nie unter drei bis vier Stunden, immer aber ohne Pause auftritt.


Kolkhorst, der auf seinen zahlreichen Tourneen zwischen Deutschland, Schweiz und Österreich immer mit der Bahn unterwegs ist, präsentiert sich auf minimalistisch aufgeräumter Bühne, auf der nur ein Mikrofonständer, einen am Boden stehenden ibanez smash box verzerrer und er selbst mit Gitarre zu sehen sind.

Seine Musik mit ausschließlich deutschsprachigen Texten wechselt zwischen Anleihen zur mittlerweile nicht mehr ganz so „neuen“ deutschen Welle über Falco-Interpretationen bis hin zu kräftigen punkigen Stücken, die er mit pulsierender Energie vorträgt.

 


Der sympathische Lüneburger Künstler war über Teile des Abends hinweg aber auch ein interessanter Unterhalter, der zwischen den Stücken seine Ansichten und Einsichten mit liebenswerter nord-deutscher Sprachfärbung vortrug.
Das Publikum hielt es ob dieses Auftritts nicht lange auf den Stühlen: Im Nu versetzten die Zuhörer die Tanzfläche des Hirschen in Bewegung, was auch bis zum Ende des Auftritts gegen zwei Uhr so blieb.

Dass solches Talent nicht unentdeckt bleiben würde, bemerkten nicht nur die zahlreichen Besucher des Hirschen, wo er nun schon im zweiten Jahr gastierte, sondern auch die GEMA, die ihm 2009 den deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ verlieh.

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Soloperformancer Rocco Recycle im Hirsch Lindenberg 15.03.2012

Einzigartiger Solokünstler mit recyceltem instrumentalen Metallschrott im Hirschen

Am Donnerstag, dem 15. März trat im Lindenberger Hirsch der Kölner Soloperformer Rocco Recycle vor einem überschaubaren Publikum auf. Dass dieser seinen Namen nicht aus Zufall trägt, zeigte sich an der Auswahl der mitgebrachten Instrumente, die er ausschließlich aus Metallschrott selbst zusammengebaut hat, was man ihnen nicht anhörte.

Trotz der geringen Anzahl der Gäste ließ der Künstler weder optisch noch akustisch  Zweifel daran aufkommen, dass er alles geben würde um das Publikum in einer knapp zweistündigen Performance restlos zu begeisterten. Schon der erste Eindruck des Künstlers war insofern bleibend, dass er in einem auch den Kopf bedeckenden silbrig-metallisch glänzendem Outfit steckte und dazu während der gesamten Performance vom paillettenbesetzten „Trilby“ über Cowboyhut und Rasta Lockenperücke bis hin zum Punkerhaarschmuck wechselnde Kopfbedeckungen verwendete.

Seine interessanten Darbietungen reichten von eigenen Stücken  mit Titeln wie „A letter from your penis“ in dem sich jener über wechselnde Orte beschwert, an die sein körperlicher Besitzer ihn nach durchzechten Abenden allzu oft mit nahm, bis hin zu interessant interpretierten Klassikern aus den Bereichen Reggae, Rock und Punk.

Mit Interpretationen von „I shot the Sheriff“ (Eric Clapton) über „Superstition“ von Stevie Wonder bis hin zu „Rebel Yell“ (Billy Idol)  riss er das Publikum am Ende von den Stühlen und brachte gut die Hälfte der Anwesenden auf die Tanzbühne.

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Craig Gerber und Band am 10.März 2012 im Lindenberger Hirschen


Ehrlicher, handgemachter Folk-Rock in amerikanischer Tradition von Craig Gerber und Band im Lindenberger Hirschen. Craig Gerbers Musik, die von Künstlern wie Neil Young, Tom Petty und Bob Dylan geprägt ist, zeichnet sich durch eingängige, meist selbst geschriebene Songs in den Grenzbereichen zwischen Pop, Rock und Folk aus, die der charismatische Künstler mit einprägsamer Stimme vorträgt.

Mit Unterstützung von Schlagzeug, Bass- und E-Gitarre bedient Craig selbst eine akustische Gitarre, die er manchmal – ganz im Stil von Bob Dylan oder Neil Young- mit einer Mundharmonika ergänzt. Gerber selbst stammt aus Minneapolis (Minneso-ta), wo er musikalisch in der Post-Punk Zeit in Vorgruppen von Bands wie „Hüskü Dü“ und „Soul Asylum“ spielte, später in einer Indie-Rock Gruppe namens „Bellibone“, bis er 1994 in Peißenberg ansässig wurde und dort in der Wirtschaftsschule Oberland als Lehrer arbeitet.

Auffällig an seinen kraftvollen und mitreissenden-den Songs ist der große Optimismus der Songtexte, der wohl auch dem Umgang mit seinem 11 Jahre alten Sohn Ben entspringt, der mit einer seltenen, unheilbaren Stoffwechselkrankheit zur Welt kam. Nicht zuletzt seine familiäre Situation mit unklarer Zukunft des Kindes führte dazu, dass er 2010 eine Solokarriere mit seinem Album „Time has Come“ startete, von dem er einige Songs im Hirsch darbot. Für die Konzertbesucher war es ein mitreißender Abend, bei dem Craig und seine Jungs das Publikum mit ihren Spaß an der Musik ebenso wie mit ihrem Können begeisterten. Das Publikum tanzte begeistert zu den Songs und forderte gegen Ende ebenso lautstark wie erfolgreich mehrere Zugaben ein.

http://www.craiggerberg.de

 

 

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Kitty Solaris im Hirsch 07.03.2012

Mit ihrem neuesten Album „Golden Future Paris“ tourte  die Berliner Künstlerin  Kitty Solaris, begleitet von ihrer Band, dem Schlagzeuger Steffen Schlosser und dem Keyboarder Nikola Jeremic  durch den Süddeutschen Raum. Am Mittwoch faszinierte die Frau, deren facettenreiche Stimme ihre Zuhörer von Anfang an magisch in den Bann zieht,  im Lindenberger Hirschen ein rundherum begeistertes Publikum. Ob nun luftig leicht, wie bei „Get used to it“ an Suzanne Vega erinnernd oder beim  dunkleren Song „Lost and found“, den sie laut mit der Akustikgitarre begleitet, kann man Kitty Solaris durchaus mit PJ Harvey vergleichen.

Ihre Küche am Prenzlauer Berg ist für die Songwriterin ein kreativer Schmelztiegel, denn hier entstehen  die gefühlvollen Lyrics der Autodidaktin, die weder Noten lesen kann, noch eine musikalische Ausbildung genossen hat.  Ihre Popsongs, die meist aus drei oder vier Akkorden bestehen, sind erfrischend anders, wunderbar melancholisch mit Einflüssen lateinamerikanischen Rhythmen, Balkan-Beats, Rock und elektronischen Sounds. Mittlerweile kann Kitty Solaris stolz auf drei Alben zurückblicken, die sie allesamt auf ihrem eigenen Label Solaris Empire veröffentlicht hat.  Im Hirschen schuf die sympathische Künstlerin bei Ihrer zweistündigen Indie-Folk-Pop Vorstellung  eine wunderbar leichte, fast frühlinghafte Atmosphäre und ölte am Ende des Konzerts ihre Wunderwaffe verschmitzt mit einem Whiskey.http://www.kitty-solaris.de

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Hip-Hop Jam im Juze am 27.01.2012

Mit einem open mic begann am Freitagabend im gut besuchten Juze Buchloe, der Auftakt zu einem Jam, zu dem fünf Hip-Hop Bands aus Buchloe und Umgebung eingeladen hatten. Bei diesem warm up, begaben sich vor allem Nachwuchsrapper aus dem Publikum auf die Bühne, die eigene kleine Freestyle-Battles darboten.

Start unter Publikumsbeteiligung mit dem "Open-Mic"

Anschließend eröffnete „PsyckoMantis“ (Artur Scherer) mit gefühlvollen bis aggressiven Texten, die den Alltag und die Probleme Jugendlicher mit Migrationshintergrund behandelten, den Jam. Der 22-jährige Kaufbeurer mit russischen Wurzeln, ist schon seit 8 Jahren musikalisch unterwegs und trug am Ende seiner Darbietung zusammen mit seinem Freund Patrick Kammerer, der sich seinerzeit „Inferno“ nannte, Stücke aus einem gemeinsam in 2011 produzierten Album vor.

Open Mic

Open Mic

 

Der "Kobold", der Ben Flava unterstützte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

open Mic

 


Hörprobe zu Inferno feat. Loomid, Betah One & Psycko Mantis – 4 Elemente von 2011

Sir Seom und PsyckoMantis gemeinsam

 

Psyckomantis

Clip zu PsyckoMantis: 5 Minuten Vorsprung

Der Augsburger Hip Hopper Patrick Kammerer (28), mit dem klangvollen Namen „Sir Seom“, übernahm den Auftritt Reigen und präsentierte die gefühlvollsten und poetischsten Texte. Seom, steht für „Stil, Eleganz, Orientierung und Mut“, das „Sir“ ist dem nur wegen der S-Alliteration, also der S-Wiederholung vorgestellt. Neben zauberhaften Liebesliedern verarbeitet, der seit 14 Jahren aktive Künstler, seine Erlebnisse als Logopäde in der Augsburger-Rehaklinik u.a. in seinem Song „Turm“. Im Kontrast dazu stand der nahezu sarkastische Song “Danke Deutschland“ von 2004, in dem er aktuelle politische Entwicklungen, wie z.B. den Waffenhandel und den Auslandseinsatz der Bundeswehr kritisch hinterfragt. Der dem versierten Publikum bekannte Song ließ die Stimmung steigen. Am 07. Mai erscheint „Herz“, sein 17.tes Album.

Sir Seom

Sir Seom: Unter die Haut aus dem gleichnamigen Album

Anschließend betraten die heimischen Rapper „Monkey see, Monkey do“ die Bühne. Die seit 2008 bestehende Formation, alle um die zwanzig, besteht aus den Buchloern Jekk Jones (Marius Schupp) und Manix (Nico Salvo), K-Ray (Raphael Karisch) aus Landsberg, die Mindelheimer Cutmasta D (Valerij Molodew) und Tobeat (Tobias Rota) sowie Mr. KKITT (Florian Zielbauer) aus Mannheim. Sie halten es mit ihren Texten so, wie es der Bandname schon ausdrückt, sie beobachten die Leute und auch sich selbst und erzählen die gelebten alltäglichen Geschichten, Probleme, aber auch die schönen Dinge die das Leben ausmachen. Die Tracks wirken symbolisch wie ein Spiegel und die Leute sollen sich wiedererkennen und darüber nachdenken. Geprobt wird meist nur kurz vor den Auftritten, die Jungs heizten den Zuhörern mit kräftigen beats ordentlich ein.

Monkey see, Monkey do

Monkey see Monkey do

Ein Clip von Monkey see Monkey do

Monkey see, Monkey do bei facebook


Aus Marktoberdorf kam „Ben Flava“ (Benjamin Lang, 19), der sich selbst auf seiner Facebook Seite als „Letzter überlebender Backpacker mit Raps & Beats ohne Gimmicks oder Starallüren…“ bezeichnet, er trug erwartungsgemäß sein Markenzeichen einen Rucksack mit einer Menge „fetter“ Songs. Er tritt seit 6 Jahren regelmäßig u.a. in Buchloe auf, macht schon seit 12 Jahren Musik und ist ein Anhänger des Battle-Raps der Urform des Hip-Hops. „Flava“ überzeugte durch meist nachdenkliche und emotionale Balladen verpackt in smoothen Raps. Ihm ist es wichtig, dass seine Texte verstanden werden und sich die Leute damit identifizieren können. Ein großer Erfolg gelang ihm beim „Rap Song Contest 2010“ bei dem er sogar Zweiter wurde und somit einen Platz auf dem „MicÜberDeutschland 5“-Sampler bekam.

 

Ben Flava

Ben Flava  mit dem Track „Frischluft“

Der Buchloer Rapper Fernando Rocha (20), bekannt in der Szene als „Coonen – The Grand“ bildete den Jamsessionabschluss. Der Künstlernamen Coonen bezieht sich laut seiner Webseite auf das heutige Kunene in Angola, wohin sich seine portugiesisch-stämmigen Wurzeln zurückverfolgen lassen. Mit einem Augenzwinkern bezeichnet er sich als „Dopest Motherfucker on Earth“ und begründet dies mit seiner Vorliebe für reifere Frauen. Seit seinem 13 Lebensjahr hat er sich dem Hip Hop verschrieben und rappte als Einziger mit smoothen englischer Lyrik. Nachdem er mehrere „Darth-Vader“ Masken an das Publikum verteilt hatte, endete der Abend mit einem gemeinsamen Auftritt der so maskierten Zuschauer und einiger zuvor aufgetretener Künstlerfreunde. Insgesamt hinterließ der Abend bei allen Teilnehmern bereits jetzt die Vorfreude auf einen neuerlichen Jam in naher Zukunft.

 

Coonen - The Grand

 

Coonen - The Grand

Coonen – seine Sounds bei Soundcloud: The Grand: http://soundcloud.com/coonen

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Pistol Pete’s Dinosaur Truckers live in Augsburg 22.11.2011

Nachdem ich die Jungs von „Pistol Pete’s Dinosaur Truckers“  bereits  vier Male zuvor erleben durfte, konnte ich mir die Gelegenheit, sie am 22.11.  live im Abraxas in Augsburg zu hören, natürlich nicht entgehen lassen.

Aber kurz zurück zur der Zeit, bevor ich diese Band, die ja „nur“ mit Zupfinstrumenten und folglich also ohne Schlagzeug, Klavier u.a. unterwegs ist, kennenlernte:

Wie sollte sich so etwas denn anhören?

Und dann noch eine Band, die im weitesten Sinne unter Country, Hillbilly und Folk verbucht wird ?!

Alle diese „Vor“-Urteile waren jedoch nach den ersten Takten der Band (die man übrigens wirklich einmal live erleben sollte, wenn sie denn in der Nähe sind) wie weggeblasen.

Die vier Musiker

  •          Philip Bradatsch (Gesang, Banjo, Gitarre)
  •          Till Nissle (Gesang, Mandoline, Gitarre)
  •          Daniel Nissle (Gesang, Steel Guitar, Gitarre)
  •          Tobias Hieber (Gesang, Kontrabass)

kommen tatsächlich vom Lande, aber eben nicht aus Nashville, sondern aus dem Allgäu und zwar aus Kaufbeuren wo sie diese genialen, treibenden und mitreißenden Songs zum größten Teil selbst entwickeln.

Damit ihr euch nicht allzu lange fragt, wie denn diese Jungs nun eigentlich klingen bzw. am 22.November im Abraxas / Augsburg eigentlich klangen, hier ein Mitschnitt, den sie gegen Ende unplugged und an manchen Stellen quasi a capella gaben:

Pistol Pete's Dinosaurs beim unplugged Teil

Hörproben der genialen Musiker gibt es auch unter on3-Südfunk wo ihr euch z.B. den Song „Hellbound Truck Blues“ herunterladen könnt und man interessante Hintergründe zur Band erfahren kann.

Bisher sind zwei CDs von Pistol Petes and the Dinosaur Trucker’s erschienen:

  • Songs For Homefolks (2008)
  • Down This Road (2009)

An einer dritten CD wird derzeit gearbeitet.

Bleibt mir nichts, als mich mit einem Zitat der Band zu verabschieden, das ebenfalls einen Eindruck der Musik geben kann (aus http://www.reverbnation.com/page_object/page_object_bio/artist_1459368 )

  1. Es reicht nicht, ein Banjo zu besitzen, man muss das verdammte Ding auch spielen können!
  2. Songs über Westernstädte, in denen man nie gewesen ist, und schwarzgebrannten Whiskey, den man nie getrunken hat, braucht kein Mensch!
  3. Das, was eine gute Live-Show ausmacht, ist am Ende immer noch rohe Energie.
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Christy und Emily im Hirsch in Lindenberg, 07.August 2011

Am Sonntag, dem 07.August kam das Duo Christy & Emily aus Brooklyn unterstützt von Kristin Mueller (drums) sowie Peter Kerlin (bass) in den Hirsch in Lindenberg.

Während Emily Manzo eine am New England Conservatory und der Columbia University ausgebildete klassische Pianistin ist, ist Christine Edwards an der Gitarre eine Autodidaktin.

Ihre Musik einfach als psychedelischen Folk oder experimentelle Balladen zu bezeichnen, wird den beiden nicht wirklich gerecht, da ihre oft einfühlsame, poetische Musik die Grenzen dieser Genres geschickt miteinander vermischt und oft auch sehr erfolgreich durchbricht. Mich persönlich hat es in manchen Teilen ebenso an die frühen Pink Floyd als auch an alte Genesis Stücke erinnert.

Christy

Die Schwierigkeit, dass die beiden Musikerinnen im Studio verschiedene Instrumente aufnehmen und parallel über die jeweiligen Stücke legen, ließ sich bei dem Live-Auftritt im Hirsch perfekt durch die Einsatz der beiden Musiker Kristin Mueller am Schlagzeug und Peter Kerlin an der Bassgitarre lösen.

 

Alles in allem war es ein absolut gelungener Auftritt, zu dem man auch im Web noch einiges zu den beiden sympathischen Musikerinnen finden kann:

http://www.christyandemily.com/

Wer sich zunächst auch akustisch einen Vorgeschmack auf die derzeit (leider nur bis zum 09.08.2011) in Deutschland tourenden Damen besorgen möchte kann dies z.B.  hier tun:

Christy & Emily „Firefly“

Christy & Emily Video „Superstition“

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